10. Internationale Waldkunstpfad

Kunst/Natur/Identität

 
Der 10. Internationale Waldkunstpfad bietet in kulturarmer Zeit Kulturgenuss zum Nulltarif Sieben Wochen lang können sich Kunstfreunde und Waldspaziergänger am Böllenfalltor an elf neuen Exponaten erfreuen, drei weitere kommen ab 13. September in der Grube Messel hinzu – Motto in diesem Jahr: „Kunst/Natur/Identität“

Unter Coronabedingungen mit Abstand und Maske hat Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch in seiner Eigenschaft als Schirmherr heute den 10. Internationalen Waldkunstpfad eröffnet. Bis zum 4. Oktober sind auf dem 2,6 Kilometer langen Rundweg am Böllenfalltor Installationen und BankArt-Projekte von 15 Künstlerinnen und Künstlern aus acht Ländern zu sehen. Das Motto „Kunst/Natur/Identität“ hat die Teilnehmenden ganz unterschiedlich inspiriert. Regina Frank etwa schuf „Mother Mandala“, ein Bodenmosaik aus gespendeten Kleidungsstücken. Der niederländische Künstler Fredie Beckmans gibt in seinem Vogelhausensemble „Wolkenkuckucksheim“ jedem Vogel eine Heimat. Rumen Dimitrov aus Bulgarien lädt in seinen tempelartigen „Meditation place“ ein. Das
Künstlerduo Florian Huber/Sebastian Weissgerber überrascht mit einer Riesenspinne, die auf dünnen Beinchen geradewegs auf den Besucher zuzustaksen scheint. Sehr zart wirkt dagegen das „Wald-Canopy“ von Barbara Beisinghoff, ein Baldachin aus Metallplatten, durch dessen perforierte Motive das Himmelslicht fällt. Viel Beachtung findet das „Wald-U-Boot 2“ von Roger Rigorth, eine Neuschöpfung des beliebten UBoots aus dem Waldkunstjahr 2004, das vor zwei Jahren aus Sicherheitsgründen abgebaut werden musste.

Insgesamt werden Kunstfreunde beim Bummel durch den Wald elf neue Exponate entdecken. Drei weitere kommen ab dem 13. September im Besucherzentrum des Unesco Welterbes Grube Messel hinzu. Die Zusammenarbeit mit der Fossilienfundstätte hat Waldkunst-Kuratorin Ute Ritschel neu eingefädelt. Der Impuls dazu kam vom Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, mit dem der Waldkunstverein seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. Finanziell unterstützt wird die Biennale von zahlreichen Förderern und Sponsoren, darunter in diesem Jahr der Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main. Dessen Geschäftsführerin Karin Wolff nannte als Grund für die Förderung den Mut des Vereins, in einer coronabedingt kulturarmen Zeit einen kulturellen Akzent zu setzen.
Der Waldkunstpfad ist frei zugänglich, bietet also Kulturgenuss zum Nulltarif. Wer mehr erfahren möchte, kann sich samstags und sonntags um 15 Uhr für acht Euro einer Führung anschließen. Fünf Euro kostet die zur Orientierung hilfreiche Waldkunstbroschüre mit Lageplan und Künstlerporträts. Die Broschüre hält der Infostand hinter dem Waldparkplatz samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr bereit. Weitere Informationen: www.waldkunst.com werden. 

 

Foto: www.waldkunst.com